Jetzt Sitze ich seit Montag mit 16 anderen Fachkräften zusammen in der Fortbildung und Alle meckern, modern und schimpfen. Das ist so ärgerlich. Man hört nur negative Beispiele aus dem Alltag von Pflegekräften. Und das Schlimmste daran ist, dass sie so ja auch gegenüber Nicht-Pflegekräften argumentieren. Ja, da müssen wir uns nicht wundern, wenn es keinen Nachwuchs an Pflegerinnen gibt und Niemand diesen Beruf ausüben will... Das ist doch paradox!!! Wir brauchen einen Sicht- und Perspektivwechsel! Wieso immer negative Beispiele über z.B. Pflegeheime bringen und dann nach schieben: "Aber es gibt natürlich auch gute Heime" statt über die positiven Heime zu reden und im Abschluss zu erwähnen, dass es leider auch schlechte Heime bringt. Stellt doch mal heraus, warum ihr in der Pflege arbeitet, die schönen Erlebnisse, die positiven Dinge. Natürlich gibt es viel Verbesserungsbedarf und das soll man auch nicht verschweigen. Aber ich glaube, was Alles schlecht ist und falsch läuft, das ist in der Öffentlichkeit angekommen. Es ist an der Zeit, auch mal über die schönen und erfüllenden Dinge TU reden. Und das ist in erster Linie unsere Arbeit und Verantwortung.
Donnerstag, 13. Juli 2017
Montag, 10. Juli 2017
Freud und Leid
Nach der Ausbildung fand ich ein kleines Heim mit zwei Stationen und max 48 Bewohnern. Hier arbeiten wir im 3-Schicht-System, also Frühdienst, Spätdienst und auch ein paar Nachtdienste im Monat (7 Stück sind es diesen Monat für mich). Ich arbeite im Erdgeschoss und fühle mich dort sehr wohl. Tolle Heimleitung, super Kollegen und natürlich - ganz wichtig - großartige Bewohner. Und meine Weiterbildung zur Fachkraft für palliativ Care hat gestern begonnen! Darauf freue ich mich schon seit Beginn der Ausbildung! Auch jede andere Fort- und/oder Weiterbildung würde mir das Heim bezahlen. Das ist auch nicht selbstverständlich.
Aber ich möchte auch nicht verschweigen, dass es in diesem Beruf auch schlimme Dinge gibt bzw schlimme Ereignisse passieren. Im Spätdienst vor zwei Wochen stürzte eine Bewohnerin in ihrem Zimmer sehr schwer und wurde dadurch zum Pflegefall. Das sind Sachen, die Niemanden kalt lassen und trotzdem lassen sich Stürze nicht vermeiden. Man kann nicht jeden Bewohner 24 Stunden nonstop über wachen. Bei gefährdeten Bewohnern gibt es Möglichkeiten, aber diese Dame war nicht sturzgefährdet. Man macht sich hinterher immer Gedanken und fragt sich, ob man es hätte verhindern können. Doch nach reiflicher Gewissensprüfung, nach Gesprächen mit Kollegen (vor Allem mit der Kollegin, die mit mir Dienst hatte) und nach schriftlichem Wiederholen des Dienstes bin ich sicher, dass wir uns nichts versäumt haben. Trotzdem liegt es uns und dem gesamtem Team wie Blei auf der Seele.
Aber ich möchte auch nicht verschweigen, dass es in diesem Beruf auch schlimme Dinge gibt bzw schlimme Ereignisse passieren. Im Spätdienst vor zwei Wochen stürzte eine Bewohnerin in ihrem Zimmer sehr schwer und wurde dadurch zum Pflegefall. Das sind Sachen, die Niemanden kalt lassen und trotzdem lassen sich Stürze nicht vermeiden. Man kann nicht jeden Bewohner 24 Stunden nonstop über wachen. Bei gefährdeten Bewohnern gibt es Möglichkeiten, aber diese Dame war nicht sturzgefährdet. Man macht sich hinterher immer Gedanken und fragt sich, ob man es hätte verhindern können. Doch nach reiflicher Gewissensprüfung, nach Gesprächen mit Kollegen (vor Allem mit der Kollegin, die mit mir Dienst hatte) und nach schriftlichem Wiederholen des Dienstes bin ich sicher, dass wir uns nichts versäumt haben. Trotzdem liegt es uns und dem gesamtem Team wie Blei auf der Seele.
Abonnieren
Posts (Atom)